Es ist soweit. „Copilot Cowork“ ist allgemein verfügbar, aber was ist das überhaupt? Das fragen sich gerade viele KMU in Österreich.
Microsoft hat die Copilot-Familie in den vergangenen zwei Jahren mehrfach umbenannt und erweitert. Mit Copilot Cowork ist Mitte Juni 2026 eine neue, deutlich eigenständigere Stufe dazugekommen. Dieser Beitrag ordnet das Durcheinander. Sie erfahren, was Microsoft 365 Copilot und Copilot Cowork jeweils sind, worin sie sich grundlegend unterscheiden, wie die Abrechnung funktioniert und wofür Sie im Betrieb welches Werkzeug am besten einsetzen.
Microsoft Copilot ist kein einzelnes Produkt
Der häufigste Denkfehler: „Copilot“ sei eine Sache. Tatsächlich steckt dahinter eine ganze Familie mit unterschiedlichen Funktionen und Preisen. Für die Praxis genügt es, drei Stufen auseinanderzuhalten.

Copilot Chat: der kostenlose Einstieg
Die unterste Stufe heißt Microsoft 365 Copilot Chat. Sie ist ohne zusätzliche Kosten in den gängigen Microsoft 365 Geschäftsabonnements enthalten, also etwa in Business Basic, Business Standard oder Business Premium. Copilot Chat ist ein KI-Chat, der auf Webdaten zugreift und in den Office-Apps als Seitenleiste auftaucht.
Wichtig ist die Grenze: Copilot Chat kennt das Internet und das Dokument, das Sie gerade geöffnet haben. Er durchsucht aber nicht selbstständig Ihre E-Mails, Ihre Teams-Chats oder Ihre Dateien in SharePoint. Für eine schnelle Recherche, einen Textentwurf oder die Frage „Erkläre mir diese Tabelle“ reicht das oft schon aus. Als Werkzeug, das Ihr Unternehmenswissen kennt, taugt er nicht.
Microsoft 365 Copilot: die bezahlte Lizenz
Die zweite Stufe ist die kostenpflichtige Lizenz Microsoft 365 Copilot. Sie schaltet das frei, was die meisten Menschen meinen, wenn sie von „Copilot bei der Arbeit“ sprechen. Copilot ist dann direkt in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams eingebettet und greift über die sogenannte Work IQ auf Ihre Unternehmensdaten zu. Er kann also einen Vertragsentwurf aus Ihren letzten E-Mails ableiten, ein Meeting in Teams zusammenfassen oder eine Präsentation aus vorhandenen Inhalten bauen.
Dabei gilt das bestehende Berechtigungsmodell. Copilot zeigt einer Mitarbeiterin nur Inhalte, die sie ohnehin sehen darf. Die Standardvariante Microsoft 365 Copilot kostet in Österreich laut Microsoft 26 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zuzüglich Umsatzsteuer. Für kleine und mittlere Betriebe ist die günstigere Variante Microsoft 365 Copilot Business gedacht, die regulär bei 18,20 Euro pro Nutzer und Monat liegt.
Agenten und Copilot Studio
Die dritte Stufe sind Agenten. Das sind KI-Helfer, die für eine bestimmte Aufgabe gebaut werden, zum Beispiel ein Assistent, der Fragen zu Ihrem internen Handbuch beantwortet. Einfache Agenten sind in der Copilot-Lizenz enthalten, anspruchsvollere werden nach Verbrauch abgerechnet. Mit dem Werkzeug Copilot Studio lassen sich solche Agenten ohne tiefe Programmierkenntnisse selbst zusammenstellen. Für die meisten KMU ist diese Stufe anfangs zweitrangig, sie wird aber wichtiger, sobald Sie wiederkehrende Abläufe automatisieren wollen.
Was ist Copilot Cowork?
Das ist die eigentliche Neuerung. Copilot Cowork ist Mitte Juni 2026 nach rund drei Monaten im Vorschau-Programm weltweit allgemein verfügbar geworden. Der Unterschied zu allem bisher Genannten lässt sich in einem Satz fassen: Copilot Chat und Microsoft 365 Copilot assistieren Ihnen, Cowork arbeitet für Sie.
Während ein Assistent auf eine Frage antwortet, einen Entwurf liefert oder einen Vorschlag macht, übernimmt Cowork komplette, länger laufende Aufgaben über mehrere Schritte und mehrere Werkzeuge hinweg. Sie beschreiben das Ziel, und Cowork führt die Arbeit von Anfang bis Ende durch und gibt am Ende ein fertiges Ergebnis zurück, nicht nur einen Rohentwurf. Microsoft positioniert das ausdrücklich als Schritt weg vom Produktivitätshelfer hin zu einer Plattform, die Aufgaben tatsächlich erledigt.
Was das konkret heißt, zeigen die Beispiele aus der Testphase. Unternehmen haben Cowork für umfangreiche Tabellenbearbeitung genutzt, für das Erstellen von Ablaufdiagrammen mit Abhängigkeiten und für den großflächigen Vergleich von Dateien. In einem von Microsoft genannten Fall hat ein Team mit Cowork knapp 4.000 Dateien zwischen zwei Produktversionen verglichen, eine Arbeit, die sonst Wochen gedauert hätte.
Übertragen auf den KMU-Alltag bedeutet das: vielschichtige Aufgaben, bei denen heute jemand Informationen aus vielen unterschiedlichen Quellen zusammensuchen, lesen, einordnen und aufbereiten muss, lassen sich an Cowork übergeben. Nicht gemeint sind gleichförmige Routinen mit festem Muster, die klassische Automatisierung günstiger erledigt, sondern die unübersichtliche, sprachlastige Arbeit dazwischen. Das Werkzeug läuft dabei im Hintergrund weiter, auch wenn ein einzelner Schritt mehrere Minuten braucht. Technisch arbeitet Cowork zum Start mit besonders leistungsfähigen KI-Modellen, was die hohe Qualität bei umfangreichen Aufgaben erklärt.
Mit der allgemeinen Verfügbarkeit ist Cowork außerdem enger in die Microsoft 365 Copilot App eingebunden und lässt sich über Erweiterungen mit Diensten von Drittanbietern verknüpfen. Für ein KMU ist das vor allem ein Hinweis auf die Richtung: Aus dem einzelnen Helfer wird nach und nach ein Werkzeug, das auch über die Grenzen der Office-Apps hinaus arbeitet. Sie müssen diese Erweiterungen nicht von Beginn an nutzen, sollten aber wissen, dass die Möglichkeiten mit der Zeit wachsen.
Copilot und Copilot Cowork: die Unterschiede auf einen Blick
Wenn Sie sich nur einen Unterschied merken wollen, dann diesen: Es ist der Unterschied zwischen einem Werkzeug, das Ihnen beim Arbeiten zur Seite steht, und einem, das eine abgegrenzte Aufgabe selbstständig zu Ende bringt. Daraus ergeben sich mehrere praktische Konsequenzen.
Erstens das Ergebnis. Microsoft 365 Copilot liefert Ihnen einen Baustein, den Sie weiterverarbeiten: einen Textvorschlag, eine Zusammenfassung, eine Formel. Cowork liefert idealerweise das fertige Arbeitsergebnis, das Sie nur noch prüfen und freigeben.
Zweitens die Dauer. Ein Copilot-Befehl in Word ist in Sekunden erledigt. Ein Cowork-Auftrag kann länger laufen, weil mehrere Schritte nacheinander abgearbeitet und verschiedene Werkzeuge angesprochen werden.
Drittens die Kontrolle. Bei Copilot sitzen Sie am Steuer und geben jeden einzelnen Schritt vor. Bei Cowork geben Sie das Ziel vor und überlassen den Weg dem Agenten. Das spart Zeit, verlangt aber mehr Sorgfalt bei der Aufgabenbeschreibung und bei der Endkontrolle.
Viertens die Abrechnung, und das ist für die Budgetplanung der wichtigste Punkt. Microsoft 365 Copilot ist eine feste Lizenz pro Nutzer. Cowork wird nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet. Was das genau bedeutet, sehen wir uns jetzt an.

Wie die Abrechnung funktioniert
Die beiden Modelle könnten unterschiedlicher kaum sein. Wer das nicht versteht, riskiert entweder ungenutzte Lizenzen oder unkalkulierte Kosten.

Microsoft 365 Copilot: feste Lizenz pro Kopf
Bei Microsoft 365 Copilot zahlen Sie einen festen Monatsbetrag pro lizenziertem Nutzer, unabhängig davon, wie intensiv die Person das Werkzeug verwendet. Das macht die Kalkulation einfach: Zahl der Lizenzen mal Monatspreis ergibt die monatlichen Kosten. Die Lizenz setzt ein passendes Microsoft 365 Abonnement voraus, sie ist also ein Zusatz, kein eigenständiges Produkt.
Der typische Fehler in KMU ist, jeder Person im Betrieb pauschal eine Lizenz zu geben. Sinnvoller ist, mit den Rollen zu beginnen, die täglich mit Texten, Tabellen, Besprechungen und E-Mails arbeiten. Eine Lizenz lohnt sich dort, wo sie auch täglich genutzt wird.
Copilot Cowork: nutzungsbasiert über Copilot Credits
Cowork funktioniert anders. Es setzt zwar eine Microsoft 365 Copilot Lizenz voraus, die Nutzung selbst wird aber zusätzlich nach Verbrauch über sogenannte Copilot Credits abgerechnet. Diese Credits sind eine Art gemeinsame Verrechnungswährung für nutzungsbasierte KI-Dienste bei Microsoft. Wie viel ein einzelner Auftrag kostet, hängt von seiner Komplexität ab, also unter anderem davon, welches Modell verwendet wird, wie viele Daten herangezogen werden, wie viele Arbeitsschritte nötig sind und wie lange die Aufgabe läuft.
Damit Sie ein Gefühl für die Größenordnung bekommen, ein paar Beispiele. Ein Credit kostet bei nutzungsbasierter Abrechnung etwa einen Cent, hundert Credits also rund einen Euro. Microsoft ordnet Cowork-Aufgaben grob in drei Stufen ein und nennt dazu illustrative Richtwerte. Eine leichte Aufgabe, etwa das Sortieren des Posteingangs der letzten 24 Stunden oder ein kurzer Wochenstatus aus Kalender und Prioritäten, liegt bei rund 70 bis 200 Credits, also grob unter einem bis zwei Euro. Eine mittlere Aufgabe wie ein Kundentermin-Briefing, das E-Mails, Kalender und mehrere Dateien zusammenführt, bewegt sich bei etwa 400 bis 600 Credits, also rund vier bis sechs Euro. Eine schwere Aufgabe, zum Beispiel die Auswertung mehrerer Monate Nutzungsdaten zu einer entscheidungsreifen Analyse oder der eingangs erwähnte Abgleich tausender Dateien, beginnt bei rund 1.500 Credits und damit bei etwa 15 Euro.

Diese Zahlen sind ausdrücklich Richtwerte, keine Preisgarantie. Was eine konkrete Aufgabe wirklich kostet, lässt sich vorab mit dem Cowork-Kostenrechner von Microsoft abschätzen und zeigt am Ende die tatsächliche Abrechnung. Außerdem gibt es in Cowork einen eigenen Skill, um den Credit-Verbrauch der aktuellen Aufgabe abzufragen. Für ein KMU ergibt sich daraus eine klare Logik: Alltägliche Kleinigkeiten erledigen Sie weiterhin günstig mit der normalen Copilot-Lizenz, Cowork lohnt sich für die großen, mehrstufigen Aufgaben, bei denen ein zweistelliger Eurobetrag pro Durchlauf gegenüber einem halben Tag Handarbeit gut investiert ist.
Für die Praxis sind zwei Punkte entscheidend. Erstens ist Cowork standardmäßig deaktiviert. Es passiert also nichts, solange es nicht bewusst freigeschalten wird. Zweitens lassen sich Ausgabenlimits auf Ebene des gesamten Mandanten, einzelner Gruppen oder einzelner Personen festlegen. Über ein Kostenmanagement-Dashboard im Microsoft 365 Admin Center können Sie Budgets, Warnungen und harte Obergrenzen setzen.
Für ein KMU heißt das, Sie können klein anfangen, ein knappes Budget vergeben und in Ruhe beobachten, wofür Cowork tatsächlich genutzt wird, bevor Sie aufstocken. Wer in der Testphase zwischen Ende März und Mitte Juni 2026 dabei war, wird laut Microsoft erst ab Juli 2026 abgerechnet, profitiert also von einer kurzen Übergangsfrist.
Dennoch erhöht es die Komplexität der KI Nutzung merklich. Es ist nicht mehr alles in einer einfachen Lizenz enthalten und man muss sich wirklich darüber Gedanken machen, was man wie nutzt.
Ein Beispiel aus dem KMU-Alltag
Ein Hinweis vorweg: Aufgaben, die regelmäßig anfallen und einem festen, immer gleichen Muster folgen, brauchen oft gar keine KI. Zwei identisch aufgebaute Tabellen jeden Monat nach denselben Regeln abzugleichen oder Rechnungen nach Schema in Ordner zu sortieren, lässt sich mit klassischer Automatisierung wie Power Automate oder einem kleinen Skript meist günstiger und zuverlässiger lösen. Die Stärke von Cowork liegt bei Aufgaben, deren Material unübersichtlich ist und die Sprachverständnis und Urteilsvermögen verlangen.
Ein typisches Beispiel. Vor einem wichtigen Quartalsgespräch mit einem Großkunden müssen Sie alles Relevante zusammentragen: den E-Mail-Verlauf der letzten Monate, das letzte Angebot, Notizen aus dem vergangenen Telefonat, offene Reklamationen und ein paar verstreute Teams-Nachrichten. Diese Quellen sind frei formuliert, unterschiedlich lang und jedes Mal anders. Genau das lässt sich nicht in eine feste Regel gießen, hier scheitert klassische Automatisierung.
Einem Cowork-Auftrag könnten Sie das gesamte Ziel beschreiben: die Korrespondenz und Unterlagen zu diesem Kunden durchsehen, den aktuellen Stand, die offenen Punkte und mögliche Risiken herausarbeiten und daraus ein kompaktes Briefing mit Gesprächsleitfaden erstellen. Cowork liest die unstrukturierten Quellen, ordnet sie ein und liefert am Ende das fertige Dokument, nicht nur einen Rohentwurf.
Der Gewinn liegt im Zusammenführen und Verdichten von Material, das vorher niemand in dieser Tiefe durchgesehen hätte. Wichtig bleibt die Endkontrolle durch einen Menschen: Cowork nimmt die Sammel- und Vorarbeit ab, die fachliche Einschätzung und die Verantwortung für das Ergebnis bleiben im Betrieb. So gedacht ist Cowork eine Entlastung bei vielschichtigen, sprachlastigen Aufgaben, kein Ersatz für die regelbasierte Automatisierung, die es für gleichförmige Routinen ohnehin schon gibt.
Wo Sie was am besten einsetzen
Die spannendste Frage ist nicht, was die Werkzeuge können, sondern wann sich welches lohnt. Hier hilft eine einfache Faustregel: Je klarer abgegrenzt und je wiederkehrender eine Aufgabe ist, desto eher lohnt sich der Schritt zum Agenten.
Wofür Copilot Chat schon reicht
Wenn Ihr Betrieb gerade erst mit KI beginnt, starten Sie mit dem kostenlosen Copilot Chat. Er eignet sich für allgemeine Recherchen, für das Formulieren und Umformulieren von Texten, für kurze Zusammenfassungen und für schnelle Fragen zu einem geöffneten Dokument. Eine Steuerkanzlei kann damit etwa einen Mandantentext verständlicher formulieren, ohne dafür zu zahlen. Solange Sie keine automatische Verbindung zu Ihren internen Daten brauchen, ist das ein guter, risikoarmer Einstieg.
Wann sich die Microsoft 365 Copilot Lizenz lohnt
Sobald die Arbeit mit den eigenen Unternehmensdaten beginnt, führt an der bezahlten Lizenz kein Weg vorbei. Sie lohnt sich für Personen, die viel Zeit in Outlook, Word, Excel und Teams verbringen. Typische Gewinne sind zusammengefasste E-Mail-Verläufe, automatische Besprechungsprotokolle, schnellere Auswertungen in Excel und Entwürfe, die auf vorhandenen Inhalten aufbauen. In einem Handwerksbetrieb kann das die Person im Büro sein, die Angebote schreibt und Termine koordiniert. Rechnen Sie nicht mit der Zahl der Mitarbeitenden, sondern mit den Stunden, die eine Person heute für genau diese Routinen aufwendet.
Wann Cowork der richtige Weg ist
Cowork spielt seine Stärke bei umfangreichen, mehrstufigen Aufgaben aus, die heute viele Stunden Arbeit verschlingen und sich nicht in eine feste Regel fassen lassen. Das Verdichten verstreuter, frei formulierter Informationen zu einem Bericht, das Sichten und Einordnen großer, unterschiedlich aufgebauter Dokumentmengen, das Vorbereiten von Entscheidungen aus vielen Quellen: Solche Aufträge sind ideale Kandidaten. Je klarer Sie das Ziel beschreiben können, desto besser das Ergebnis.
Nicht geeignet ist Cowork für kleine Zwischenfragen, für kreatives Hin und Her oder für streng gleichförmige Routinen, die einem festen Muster folgen. Für die Kleinigkeiten ist der direkte Dialog mit Copilot schneller und günstiger, für die starre Routine sind klassische Werkzeuge wie Power Automate oder ein Skript die bessere und billigere Wahl. Behandeln Sie Cowork wie eine zusätzliche Arbeitskraft für vielschichtige Sonderaufgaben, nicht wie den Standardweg für jede Kleinigkeit.
Worauf KMU vor dem Start achten sollten
Bevor Sie KI breit ausrollen, lohnt sich ein kurzer, geordneter Anlauf. Das schützt vor Fehlinvestitionen und vor Datenschutzproblemen.
Klären Sie zuerst die Berechtigungen. Weil Copilot und Cowork auf Daten zugreifen, die der jeweilige Nutzer sehen darf, fällt schlecht gepflegtes Zugriffsmanagement sofort auf. Wenn in Ihrem SharePoint alle Daten für alle offen sind, sollten Sie das vor der Einführung aufräumen.
Zweitens, denken Sie an den Datenschutz. Eingaben, Antworten und erzeugte Dateien laufen innerhalb der bestehenden Microsoft 365 Schutzmechanismen, inklusive Audit-Protokollen und Vertraulichkeitsbezeichnungen. Trotzdem gehört der Einsatz von KI in Ihr Datenschutzkonzept und gegebenenfalls in die Liste Ihrer Verarbeitungstätigkeiten.
Drittens, starten Sie als Pilotprojekt. Wählen Sie eine kleine Gruppe, ein klares Budget für Cowork und zwei oder drei konkrete Anwendungsfälle. Messen Sie nach einigen Wochen, wie viel Zeit tatsächlich eingespart wurde. Erst wenn der Nutzen belegt ist, weiten Sie aus. So bleibt die Einführung beherrschbar, und Sie behalten die Kosten im Griff.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Copilot und Copilot Cowork?
Microsoft 365 Copilot ist ein Assistent, der Sie Schritt für Schritt unterstützt: Er beantwortet Fragen, fasst zusammen und liefert erste Entwürfe in Word, Excel, Outlook oder Teams. Copilot Cowork ist ein Agent der mehrstufige Aufgaben eigenständig von Anfang bis Ende abarbeitet und ein fertiges Ergebnis zurückgibt, nicht nur einen Entwurf.
Ist Copilot Cowork in der Microsoft 365 Copilot Lizenz enthalten?
Nein. Copilot Cowork setzt eine Microsoft 365 Copilot Lizenz voraus, die Nutzung wird aber zusätzlich nach Verbrauch über Copilot Credits abgerechnet. Cowork ist außerdem standardmäßig deaktiviert und muss von der Administration freigeschaltet werden.
Was kostet Microsoft 365 Copilot für ein kleines Unternehmen?
Die Standardvariante Microsoft 365 Copilot liegt in Österreich laut Microsoft bei 26 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zuzüglich Umsatzsteuer. Für kleine und mittlere Betriebe ist die günstigere Variante Microsoft 365 Copilot Business gedacht, die regulär bei 18,20 Euro pro Nutzer und Monat liegt.
Wie kann ich die Kosten von Copilot Cowork kontrollieren?
Die Administration legt im Microsoft 365 Admin Center Ausgabenlimits auf Ebene des gesamten Mandanten, einzelner Gruppen oder einzelner Nutzer fest. Über das Kostenmanagement-Dashboard lassen sich Budgets, Warnungen und harte Obergrenzen setzen, sodass keine unerwarteten Kosten entstehen.
Ist Copilot Cowork DSGVO-konform nutzbar?
Cowork läuft innerhalb der bestehenden Microsoft 365 Schutzmechanismen. Eingaben, Antworten und erzeugte Dateien unterliegen denselben Compliance-Kontrollen wie Ihre übrigen Microsoft 365 Daten, inklusive Audit-Protokollen und Vertraulichkeitsbezeichnungen. Wie bei jeder KI-Einführung sollten Sie vorab die Berechtigungen prüfen und die Verarbeitung in Ihrem Datenschutzkonzept dokumentieren.
Fazit
Die wichtigste Erkenntnis ist einfach: Copilot ist nicht gleich Copilot. Mit Copilot Chat steht Ihnen ein kostenloser KI-Helfer für allgemeine Aufgaben zur Verfügung. Microsoft 365 Copilot bringt diese Hilfe in Ihre Office-Apps und an Ihre Unternehmensdaten, gegen eine feste Lizenzgebühr pro Person. Und mit Copilot Cowork kommt erstmals ein Werkzeug dazu, das abgegrenzte Aufgaben eigenständig zu Ende bringt, abgerechnet nach Verbrauch und standardmäßig deaktiviert.
Ein Merksatz hilft bei der Einordnung: Cowork ergänzt klassische Automatisierung, es ersetzt sie nicht. Gleichförmige Routinen mit festem Muster sind bei Power Automate oder einem Skript am besten aufgehoben. Cowork lohnt sich dort, wo das Material unübersichtlich und sprachlastig ist und Urteilsvermögen gefragt ist.
Um Copilot sinnvoll einzuführen gehen Sie am besten Schrittweise vor. Beginnen Sie mit dem kostenlosen Chat, vergeben Sie bezahlte Lizenzen gezielt an die Personen mit dem größten Aufwand bei genau solchen Aufgaben und testen Sie Cowork mit klarem Budget an einem konkreten, vielschichtigen Projekt. So zahlen Sie nur für den Nutzen, den Sie tatsächlich sehen. Beginnen Sie im Zweifel mit einem kleinen Pilotprojekt und messen Sie das Ergebnis, bevor Sie ausweiten.
Wenn Sie noch Fragen haben oder Copilot auch in Ihrem Unternehmen einführen wollen, buchen Sie gern ein kostenloses Erstgespräch und wir unterstützen Sie dabei.
Quellenverzeichnis
-
- Microsoft 365 Copilot-Pläne und Preise (Österreich) – Microsoft, 2026. Quelle für die Preisangaben zu Microsoft 365 Copilot (26 Euro pro Nutzer und Monat in Österreich bei jährlicher Abrechnung) und zur KMU-Variante Microsoft 365 Copilot Business (regulär 18,20 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung).
- Usage-Based Billing and Cost Management for Copilot Credits – Microsoft Learn, 2026. Quelle für die nutzungsbasierte Abrechnung von Copilot Cowork über Copilot Credits sowie für die Kostensteuerung mit Budgets, Limits und Obergrenzen im Microsoft 365 Admin Center.

